Wissen über das Nullenergiehaus

Energiesparhaus.info | Topliste | Impressum

Amortisation von Photovoltaikanlagen

Der Solarboom in Deutschland ist weiterhin ungebrochen, wenngleich viele Hausbesitzer durch die in den letzten Jahren deutlich reduzierte Einspeisevergütung erheblich verunsichert wurden. So wurde beispielsweise im Jahr 2007 noch ein Wert von über 50 ct. je kWh gezahlt, im Jahr 2012 werden es nur noch 24,43 ct je kWh sein.

Die Einspeisevergütung wird dabei für 20 Jahre plus Restmonate des Jahres der Inbetriebnahme gezahlt. Ausschlaggebend für die Vergütung ist dabei der Wert, der im Jahr der Inbetriebnahme gegolten hat. Spätere Reduzierungen sind somit nur für neu in Betrieb genommene Anlagen von Bedeutung.

Wer eine Photovoltaik-Anlage plant, für den sind natürlich neben den ökologischen auch die ökonomischen Aspekte von Bedeutung. Im Folgenden soll dabei die Fragestellung untersucht werden, wann eine Photovoltaik den ökonomischen break-even aber auch den energetischen break-even erreicht. Die ökonomische Amortisation ist dabei als der Punkt definiert, in dem die Anlage das eingesetzte Kapital verdient hat, unter der energetischen Amortisation der Zeitpunkt in dem die zur Herstellung der Anlage benötigte Energie durch die Anlage erzeugt wurde.

 

Um von vornherein einschätzen zu können, welche Kosten der Bau einer PV-Anlage verursachen wird, sollten Sie den Rechner auf dieser Seite benutzen nutzen:

http://www.photovoltaik-foerderung.info/photovoltaik-angebote-kostenlos-anfordern.php

Ökonomische Amortisation von Photovoltaikanlagen:
Ausgehend von einem durchschnittlichen Jahresertrag von ca. 950 kWh je kWp und der für 2012 gültigen Einspeisevergütung von 24,43 ct. wird damit p.a. ein Wert von 232,09 Euro erwirtschaftet. In 2011 lagen die Preise für die Installation einer Kleinanlage zwischen 2.200 und 2.300 Euro je kWp. Damit liegt die Amortisation bei in etwa 10 Jahren. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Anlagenpreise im kommenden Jahr noch einmal sinken werden und somit die Amortisation deutlich schneller erreicht wird.


 Neben der klassischen Methode der vollkommenenEinspeisung von Strom gibt es auch noch alternativ die Möglichkeit den Strom selbst direkt zu nutzen. Für jede Kilowattstunde, die jetzt selbst genutzt wird erhält der Betreiber ab 2012 voraussichtlich einen Wert von 8,05 ct. je kWh und spart zusätzlich die Stromkosten - die im Schnitt bei 23 ct. je kWh liegen - an den Netzbetreiber. Unterstellen wir jetzt, dass ca. 25 % des durch die Anlage produzierten Stroms auch genutzt werden kann, dann ergibt sich folgende Rechnung: 25 % des Stroms in die Eigennutzung = 237 kWh x (23 ct + 8,05 ct.) + 717 kWh x 24,43 ct = 248,75 Euro. Damit kann eine Anlage schon nach ca. neun Jahren amortisiert sein. Wer seine Anlage mit Fremdkapital finanziert muss zu den Herstellungskosten der Anlage noch die Zinsen hinzurechnen.

Energetische Amortisation von Photovoltaikanlagen:
Die energetische Amortisation - also der Punkt in der die Anlage genau den Strom erzeugt hat, der für ihre Herstellung notwendig war - liegt je nach Art der Module zwischen 5 Jahren - für monokristaline bzw. 2,5 Jahren für polykristaline Module. Damit zeigt sich, dass Module bei einer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren zwischen vier bis achtmal so viel Strom produzieren, wie zur Herstellung notwendig wurde.

 

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen finden Sie unter: http://www.photovoltaik-foerderung.info/