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Das Passivhaus: Wir räumen mit den Vorurteilen auf

Das Passivhaus gilt als besonders energiesparend und umweltschonend. Keine Frage, dass viele Häuslebauer darüber nachdenken, ob sie nicht ein Passivhaus bauen sollten. Dann werden sie aber immer wieder auf Vorurteile stoßen, die ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Passivhaus (Was ist ein Passivhaus?) begegnen. Auch Bekannte und Freunde belächeln das Vorhaben oft. Dass das Passivhaus bewusst auf die Heizung verzichtet und damit grundsätzlich kalt sein muss, ist einer dieser Mythen. Doch stimmt das tatsächlich? Was ist dran an den zahlreichen Vorurteilen rund ums Passivhaus? Wir räumen mit Mythen, Un- und Halbwahrheiten ein für alle Mal auf.

 

Ist das Passivhaus kalt?

Eines der häufigsten Vorurteile rund um das Passivhaus ist, dass es in diesem kalt sein muss. Fakt ist: Auch im Passivhaus kann es kalt werden, wenn man beispielsweise bei niedrigen Temperaturen Fenster und Türen aufreißt. Ansonsten ist das Passivhaus mit einer behaglichen Raumtemperatur versehen.

 

Das liegt daran, dass es grundsätzlich so konzipiert wird, dass eine kontinuierliche Raumtemperatur um die 20 Grad Celsius erreicht wird. Zusätzlich kann das Passivhaus mit der integrierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung stärker beheizt werden. Dies geschieht durch die Einstellungen an der Lüftungsanlage. Diese kann beispielsweise auch auf 24 Grad Celsius eingestellt werden.

 

Das ist allerdings gar nicht nötig, denn im Passivhaus sind selbst die Außenwände so konzipiert, dass sie nahezu die Außentemperatur erreichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauweisen speichern die Wände die Wärme nämlich nicht, sondern reflektieren sie zurück in den Raum. Dadurch geht auch das Gefühl von kälteren Wänden verloren, das sonst oft zu finden ist. Durch diese Bauweise fühlen sich die 20 Grad Celsius im Passivhaus schnell wie 22 Grad Celsius an.

 

Im Passivhaus dienen Fenster nur dem Blick nach draußen

Ebenfalls wird oft behauptet, dass die Fenster im Passivhaus lediglich den Blick nach draußen und die Versorgung mit Licht bieten sollen. Ein Öffnen der Fenster sei geradezu verboten, heißt es. Das ist es natürlich nicht, denn wer will einem Eigenheimbesitzer schon verbieten, seine Fenster zu öffnen? Natürlich dürfen und können die Fenster im Passivhaus geöffnet werden, allerdings ist dies nicht nötig.

Ein modernes Passivhaus, wie es auch von CAL-Classic-Haus angeboten wird, wird mit einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet, die zusätzlich eine Wärmerückgewinnung integriert.

Diese Anlage sorgt dafür, dass

  • - das Passivhaus stets mit frischer Luft versorgt wird,
  • - die Luft wohltemperiert ist,
  • - Feinstaub,
  • - Pollen,
  • - Schimmelsporen und viele weitere Fremdstoffe draußen bleiben.

 

Diese werden nämlich über die Filter absorbiert und gelangen somit gar nicht erst ins Haus – eine gute Nachricht vor allem für Allergiker. Fakt ist allerdings – wer die Fenster im Passivhaus regelmäßig öffnet, handelt damit gegen das grundlegende Prinzip des Passivhauses. Dadurch muss die Technik im Haus nach dem erneuten Schließen der Fenster dafür sorgen, dass die Luft in den Innenräumen wieder sauber und wohltemperiert wird. Sie arbeitet also auf Hochtouren.

 

Zugluft durch Lüftungsanlage im Passivhaus

Oftmals behaupten missgünstige oder schlecht informierte Menschen, dass die Lüftungsanlage, die das Herzstück im Passivhaus ist, zu Zugluft führt. Doch dies ist absolut falsch. Die Lüftungsanlage ist meist so eingestellt, dass eine Luftwechselrate von 0,4 bis 0,5 pro Stunde erreicht wird. Verdeutlicht bedeutet dies: Zwei Fünftel der Luft im Raum wird pro Stunde durch die Anlage gewechselt. Innerhalb von zehn Stunden lässt sich also die gesamte Luft im Passivhaus einmal austauschen. Ein Luftzug ist damit nicht zu spüren. Vorausgesetzt natürlich, die Abluftventile sind optimal auf die Anlage ausgerichtet und fachgerecht platziert.

 

Das Passivhaus kann nur in langweiligen Formen gebaut werden

Die Ansprüche an Design und Funktionalität steigen, das Passivhaus kann jedoch nur in wenigen Varianten und Bauformen gewählt werden – auch hier handelt es sich um eine klare Falschaussage. Sie stammt aus dem Beginn des Passivhauses, hat heute aber keinerlei Daseinsberechtigung mehr. Moderne Passivhäuser können ebenso individuell geplant werden und architektonisch genau an die eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Quelle: cal-classic-haus.de