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Die richtigen Fenster fürs Energiesparhaus

Im Energiesparhaus ist es von größter Bedeutung, Energie einzusparen. Dafür sind auch die passenden Fenster notwendig. Diese gelten nach wie vor als größere Energieverlustzone innerhalb eines Gebäudes. Grund dafür sind in der Regel veraltete Fenster. Wurden früher nur Einfachverglasungen gewählt, sind heute im Handel ausschließlich zwei- und dreifachverglaste Fenster erhältlich. Alleine aufgrund ihres Aufbaus bestehend aus mehreren Einzelscheiben können die mehrfach verglasten Fenster Energie einsparen und die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes verbessern.

 

Wie viel Energie lässt sich durch neue Fenster einsparen?

Die eingesparte Energie lässt sich nicht pauschal für jeden voraussagen, spezielle Energiesparrechner können hierbei helfen. Wer allerdings aus einem Altbau aus den 1980er Jahren mit ebenfalls in diesem Jahrzehnt produzierten Fenstern ein Energiesparhaus machen möchte, kann den Energieverbrauch alleine durch den Austausch der Fenster um bis zu 71 Prozent senken. Grund dafür sind die U-Werte, die früher und heute galten.

 

 

Was ist der U-Wert?

Der U-Wert hat den früher gebräuchlichen, jedoch recht ungenauen k-Wert ersetzt. Er bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizienten, gibt also an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Fensterfläche innerhalb einer Stunde entweicht. Der U-Wert für das Fenster wird auch als UW-Wert bezeichnet, wobei das W für „windows“ steht. Er setzt sich aus dem U-Wert für den Rahmen (Uf – f = „frame“) und dem U-Wert der Verglasung (Ug – g = „glass“) zusammen. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung der U-Werte einiger Fenster:

U-Werte

Fenster aus den 1980er Jahren

Moderne Rehau-Fenster

 

 

 

Uf-Wert

1,9 W/m²K

0,86 W/m²K

Ug-Wert

3,0 W/m²K

0,5 W/m²K

Diese Werte beziehen sich auf ein so genanntes Standardfenster mit den Maßen 123 x 148 Zentimeter. Wenn man sich die U-Werte der einfachverglasten Fenster ansieht, ist der Unterschied sogar noch deutlicher: Sie hatten einen UW-Wert von 5,9 W/m²K, die modernen Fenster zur Verbesserung der Wärmedämmung von Rehau weisen Spitzenwerte von 0,85 W/m²K auf.

 

Moderne Rehau-Fenster können mehr

Hochmoderne Fenster, wie etwa das GENEO INOVENT Fenster, bieten aber nicht nur einen sehr geringen U-Wert, der mit einer hohen Wärmedämmung einhergeht. Sie können zudem eine integrierte Lüftung bieten. Trotzdem die Fenster geschlossen sind, kann ein Luftaustausch stattfinden. Die verbrauchte Luft im Innenraum kann so durch frische Außenluft ersetzt werden, ohne dass das Fenster dafür dauerhaft in Kippstellung stehen muss, was wiederum wertvolle Energie kosten würde. Zudem sind in den GENEO INOVENT Fenstern auch Wärmetauscher eingebaut, die für eine Wärmerückgewinnung bis zu 71 Prozent sorgen.

 

Vorgaben der EnEV beachten

Ob Energiesparhaus oder einfacher Neubau – auch die Energieeinsparverordnung (ENEV) macht klare Vorgaben, was den Fensteraustausch angeht. Generell gelten dabei folgende Vorschriften zu den U-Werten für Neubauten. Diese Vorschriften sind auch im Altbau zu beachten, unabhängig davon, ob er zum Energiesparhaus umgewandelt werden soll oder nicht.

 

Sobald mehr als 20 Prozent der Fenster eines Hauses ausgetauscht werden, greifen die im Folgenden aufgeführten Werte:

  • Fenster dürfen einen maximalen U-Wert von 1,3 W/m²K aufweisen, den Rehau-Fenster deutlich unterschreiten.
  • Dachflächenfenster dürfen einen maximalen U-Wert von 1,4 W/m²K aufweisen.
  • Passivhausfenster dürfen einen maximalen U-Wert von 0,8 W/m²K aufweisen, andernfalls dürfen sie nicht als Passivhausfenster bezeichnet werden.

 

Was kosten die modernen Fenster von Rehau?

Pauschale Preisangaben zu Fenstern lassen sich nicht machen. Fenster sollen und müssen immer so individuell wie die Häuser sein, in denen sie verbaut werden. Faktoren, die die Fensterpreise beeinflussen, sind unter anderem:

  • - Größe der Fenster
  • - Zwei- oder Dreifachverglasung
  • - Rahmen des Fensters (Kunststoff, Holz, Aluminium usw.)
  • - Form des Fensters (Standardfenster, Dreiecksfenster usw.)
  • - Sicherheitsmerkmale (abschließbare Fenstergriffe, Pilzkopfzapfenverriegelungen usw.)

 

Es lohnt sich daher in jedem Fall, verschiedene Fensterangebote einzuholen. Diese können dann miteinander verglichen und das im Einzelfall interessanteste Angebot ausgewählt werden.

Wärmedämmung durch Fenster verbessern – auf den Einbau kommt es an

Damit die neuen Rehau-Fenster die Wärmedämmung des Hauses auch tatsächlich verbessern können, kommt es ebenso auf den korrekten Einbau der Fenster an. Hier hat sich der Einbau nach RAL-Richtlinien etabliert. Die RAL-Richtlinien sind keine pauschale Einbauanleitung für jedes Haus, sondern sie berücksichtigen die Gegebenheiten vor Ort. Das heißt, dass Fenster in einem Altbau mit eher unebenem Mauerwerk anders eingebaut werden müssen als in einem neu gebauten Energiesparhaus.

 

Als Faustregel gilt dabei, dass die Fenster innen besser abgedichtet sein müssen als außen. Dadurch kann die warme Luft aus dem Innenraum nicht nach außen entweichen und wertvolle Energie kosten. Die Feuchtigkeit durch die Witterung, die sich außen sammelt, kann aber abtransportiert werden.

 

Die RAL-Montage erfolgt mit Dicht- und Anschlussbändern oder Montageschaum, je nach örtlichen Gegebenheiten. Bauherren sollten dabei auf den Fachmann ihres Vertrauens hören. Dieser sollte natürlich darauf bedacht sein, die Fenstermontage nur nach RAL-Richtlinien anzubieten.