Eigenleistungen sind auch beim Energiesparhaus möglich

Der Wunsch nach einem eigenen Haus scheitert bei vielen Familien am fehlenden Eigenkapital. Das gilt für den Neubau der Energiesparhäuser genauso wie für den Kauf eines gebrauchten Hauses, welches von Grund auf saniert werden soll. Die Banken verlangen für eine Kreditfinanzierung üblicherweise einen Anteil an Eigenkapital zwischen zehn und zwanzig Prozent.

 

Außerdem sollte man das Geld parat haben, was der Notar für seine Dienste fordert, sowie die Gebühren, die vom Grundbuchamt für die Änderung der Eigentümerdaten verlangt werden. Hinzu kommt der Betrag der Grunderwerbsteuer, der direkt nach dem Kauf beim Fiskus fällig wird.

 

Geringes Sparguthaben ist kein Hindernis auf dem Weg zum eigenen Heim

Genau an dieser Stelle kommt nämlich die so genannte „Muskelhypothek“ ins Spiel. Damit sind die Eigenleistungen gemeint, die der Bauherr nebst Familienangehörigen und Freunden an seinem Bauvorhaben erbringen kann.

 

Sie werden von den Banken bewertet und dem Eigenkapital zugerechnet. Das gilt auch für die Förderzuschüsse, die vom Bund oder den Ländern für Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs gezahlt werden. Sie werden bei einem Antrag auf eine Baufinanzierung von den Banken ebenfalls wie Eigenkapital behandelt.

 

Welche Eigenleistungen kann man am Energiesparhaus erbringen?

Streichen und tapezieren kann heute fast jeder Mensch. Und wer es nicht kann, hat in der Familie oder im Freundeskreis jemanden, der es kann. Ansonsten gibt es im Internet auch laientaugliche Anleitungen zum Tapezieren. Das dafür notwendige Material kann man sich zum Beispiel günstig bei baywa-baumarkt.de beschaffen.

 

Der Vorteil dieses Anbieters ist, dass er nicht nur private Kunden versorgt, sondern auch besondere Konditionen für Großabnehmer und gewerbliche Kunden bietet. Dort bekommt man nicht nur Tapeten und Leim, sondern kann auch Geräte ausleihen, mit denen weitere Eigenleistungen am künftigen Eigenheim erbracht werden können.

 

Sogar bei der Dämmung kann man selbst Hand anlegen

Die modernen Dämmstoffe für Gebäude sind inzwischen so leicht zu handhaben, dass sie nach einer kurzen Einweisung auch vom Laien verarbeitet werden können. So könnte man sich bei einem Energiesparhaus zum Beispiel als Handlanger für die Mitarbeiter der Fachfirmen betätigen, von denen die Dämmung an der Innenseite des Dachs angebracht wird.

 

Sie ist für die Erlangung von Förderungen unverzichtbar, weil sonst die geforderten Werte nach den KfW-Standards für Niedrigenergiehäuser und Passivhäuser nicht erreicht werden können. Eigenleistungen sind ebenso bei der Isolierung der Fassade möglich, indem man den Fachleuten dabei hilft, die Dämmplatten auf die vorbereitete Lattung zu schrauben oder dafür sorgt, dass die Fachkräfte ihre Materialien nicht selbst vom Lagerplatz auf das Gerüst bringen müssen.

 

Absicherung ist bei Eigenleistungen am Bau unverzichtbar

Der Bauherr selbst sollte eine private Unfallversicherung mit einer guten Grundabsicherungssumme haben. Aber auch an seine fleißigen Helfer sollte er denken. Eigens dafür gibt es Produkte wie die Bauhelferversicherung, bei der die Beiträge nach dem individuellen Umfang der erbrachten Leistungen berechnet werden.

 

Ein zweiter Punkt wäre die Bereitstellung von Schutzkleidung, zu der in erster Linie ein Schutzhelm und stabile Arbeitsschuhe möglichst mit Stahlkappen an der Spitze zählen. Außerdem kann man den Polier einer der vor Ort tätigen Firmen bitten, dass er mit den Bauhelfern vor Ort zu deren eigenem Schutz eine kleine Arbeitsschutzbelehrung zum Umgang mit den Materialien, den Maschinen und zur Arbeit auf dem Gerüst durchführt.

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