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Ein stromsparendes Home Office im Energiesparhaus einrichten

Das Home Office nimmt an Bedeutung immer mehr zu. Die grenzenlose Freiheit der Telearbeit oder zu Neudeutsch „Easy Economy“ ist bei Mitarbeitern immer beliebter. Auch Firmen haben das mittlerweile erkannt und lassen es zu, dass Mitarbeiter nicht mehr immer im Büro anwesend sein müssen. Das ist im Hinblick auf den sich zuspitzenden Fachkräftemangel auch zwingend erforderlich. Allerdings gibt es bei der Vereinbarung von Arbeit aus dem Home Office heraus einige Grundregeln zu beachten. Da ist die Frage nach der Kostenbeteiligung. Zahlt der Arbeitgeber für Büroeinrichtung und technische Ausstattung? Beteiligt er sich an den Stromkosten? Oft werden hier nur geringe Kostenanteile übernommen und damit begründet, dass der Arbeitnehmer durch die entfallende Fahrt an den Arbeitsort ohnehin Kosten einspart. Wer sich dann zu Hause ein eigenes Home Office im abgetrennten Raum einrichtet, kann aber die Kosten dafür von der Steuer absetzen.

 

Was braucht es im Home Office?

Im Home Office sollten die gleichen Einrichtungsgegenstände wie im „richtigen“ Büro zur Verfügung stehen. Ein moderner Schreibtisch, der den Ansprüchen an die Ergonomie gerecht wird und ausreichend Ablageflächen bietet, ein Rollcontainer mit wenigstens einem abschließbaren Fach, um Betriebsgeheimnisse auch im Home Office zu wahren und bei Bedarf Regale zur Unterbringung von Ordnern und Unterlagen sind erforderlich. Hinzu kommen die vielen kleinen Arbeitsmaterialien, wie Locher, Tacker, Notizzettel und Co.

Nicht zuletzt darf auch die technische Ausstattung nicht fehlen, da diese oft die Grundvoraussetzung für das Home Office ist. Drucker, Kopierer, eventuell ein Faxgerät, PC und Telefon sind zwingend erforderlich.

 

Mit der richtigen Technik Strom sparen

Dass Drucker, PC und Co. Strom verbrauchen, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch durch die Wahl der richtigen Produkte sind hier einige Einsparungen möglich. Ein Beispiel: Der Hochleistungsrechner für Gamer mit 80 Watt kann pro Jahr bei einem durchschnittlichen Einsatz gut 40 Euro Stromkosten verursachen. Nicht viel anders sieht es beim Drucker aus. Dagegen kann ein sparsames Notebook mit 15 Watt bereits für weniger als drei Euro Stromkosten betrieben werden.

Allerdings sollte auch bedacht werden, wofür der Rechner benötigt wird. Wer beispielsweise lediglich die Office-Anwendungen benötigt, der sollte auf einen Rechner mit weniger Leistung und Stromverbrauch setzen. Dieser reicht völlig aus. Zusammen mit dem Flachbildschirm begnügt er sich mit rund 60 Watt.

 

Siegel für stromsparende Technik

Da es aber für den Laien kaum zu überblicken ist, wo mit welchen Stromkosten zu rechnen ist, sollten auch Siegel beim Kauf der Geräte beachtet werden. Hier empfiehlt es sich zum Beispiel, auf Rechner und Co. mit dem „Blauen Engel“ zu setzen. Dieses Siegel besagt, dass bei der Herstellung recycelbare Materialien verwendet wurden. Außerdem verbrauchen diese modernen Rechner rund 50 bis 75 Prozent weniger Strom als handelsübliche Computer.

Beim Monitor ist das Label „Energy Star“ empfehlenswert. Es wird von der amerikanischen Umweltschutzbehörde für energieeffiziente Elektrogeräte vergeben. LCD-Flachbildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung sind eine gute Wahl, da sie einen besonders niedrigen Stromverbrauch aufweisen.

 

Energiesparen durch bewusstes Verhalten

Letzten Endes hat aber auch das Verhalten des im Home Office tätigen Mitarbeiters einen maßgeblichen Einfluss auf die Stromkosten. Schon eine halbstündige Pause macht es sinnvoll, den Rechner und Monitor in den Ruhemodus zu versetzen. Bei Windows-PCs lässt sich dieser in der Systemsteuerung den eigenen Bedürfnissen anpassen. Das heißt, dass eingestellt werden kann, nach welcher Ruhephase der Rechner und Bildschirm in den Ruhemodus versetzt werden sollen. Für den Bildschirm empfiehlt sich der Ruhemodus nach 15, für den Rechner nach 20 Minuten. Allerdings wird auch im Ruhemodus noch Energie verbraucht, wird der Rechner für mehr als zwei Stunden nicht benötigt, sollte er deshalb heruntergefahren werden. Wichtig ist zudem, dass Bildschirmschoner generell deaktiviert sind, denn diese überlagern im Zweifel den Energiesparmodus.

 

Drucker, Scanner, Kopierer und Fax gibt es als Kombi-Variante in einem Gerät. Das spart Platz und auch Geld. Allerdings nur dann, wenn die Geräte bei Nichtbenutzung auch tatsächlich ausgeschaltet werden.