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Fakten und Informationen rund um die Bauleistungsversicherung

Fakten und Informationen rund um die Bauleistungsversicherung

Bauleistungsversicherung ist die moderne Bezeichnung für die Policen, die früher unter dem Titel Bauversicherung oder Bauwesenversicherung abgeschlossen werden konnten. Sie decken die Schäden aus verschiedenen Risiken ab, die sich rund um einen Massivhausneubau oder einen größeren Um- und Ausbau ergeben können.

 

Dazu zählen beispielsweise:

- höhere Gewalt in Form von Sturm und Hochwasser

- Vandalismus

- Fehler in der Konstruktion

- Materialfehler

- vor Baubeginn nicht erkannte Gefahren im Baugrund

- Schäden durch Fahrlässigkeit

 

Da der Deckungsumfang der Bauleistungsversicherung so breit gefächert ist, wird sie oftmals auch als sogenannte „Allgefahrenversicherung“ bezeichnet. Allerdings schließt diev Bauleistungsversicherung einige Schäden aus, die während eines Neubaus oder Umbaus auftreten können. Für Schäden aus Bränden oder Blitzschlag müsste zum Beispiel eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden. Möglich ist das über eine wertgestaffelte Wohngebäudeversicherung oder eine Feuerversicherung für den Rohbau.

 

Die Laufzeit und die gesetzlichen Grundlagen

Die typische Laufzeit einer Bauleistungsversicherung, die beispielsweise bei www.vdd-bauleistungsversicherung.de günstig abgeschlossen werden kann, beginnt üblicherweise mit dem ersten Spatenstich und endet bei der Fertigstellung des Umbaus, Erweiterungsbaus oder Neubaus. Für welche Schäden wer haften muss, ist im § 7 der Verdingungsordnung für Bauleistungen, kurz VOB, geregelt. Diese Regelungen besagen, dass der Bauunternehmer gegenüber dem Bauherren für Schäden aus „unabwendbaren Ereignissen“ nicht haftbar gemacht werden kann. Wird ein im Bau befindliches Gebäude zum Beispiel durch einen Krieg oder Großwetterereignisse beschädigt oder zerstört, muss der Bauherr dem Bauunternehmer seine bis dahin erbrachten Leistungen trotzdem bezahlen. Umgekehrt muss der Bauunternehmer dann Schadenersatz leisten, wenn es sich um Schäden aus Gefahren handelt, die von ihm hätten abgewendet werden können.

 

Bauleistungsversicherung für Bauherren und Bauunternehmer interessant

Diese gegenseitige Schadenersatzpflicht zeigt bereits, dass die Bauleistungsversicherung sowohl für den Bauherren als auch den ausführenden Bauunternehmer eine gute Möglichkeit des Schutzes ist.

 

Vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer wurden deshalb gesonderte Versicherungsbedingungen für beide Gruppen von Versicherungsnehmern entwickelt:

  • - ABU – Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung von Unternehmerleistungen
  • - ABN – Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung durch Auftraggeber

 

In beiden Regelwerken wird Auskunft gegeben, welche Gefahren genau versichert sind. Auch die Ausschlüsse der Bauleistungsversicherung sind dort detailliert geregelt. Außerdem wird einheitlich geregelt, nach welchen Verfahren die Entschädigungen berechnet werden und welche Verzinsung bei verspäteten Zahlungen anzusetzen ist. Der Abschnitt B dieser Musterregelungen beinhaltet die zu beachtenden Anzeigepflichten für Schäden, die unter den Leistungsbereich der Bauleistungsversicherung fallen.

 

Auch die sonstigen Pflichten der Versicherten wurden dort allgemein verbindlich zusammengetragen. Der Unterschied zwischen den ABU und den ABN bei der Bauleistungsversicherung besteht darin, dass die ABN sich immer auf ein konkretes Gebäude beziehen, während die ABU die am Bau zu erbringenden Leistungen zum Inhalt haben.

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