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Warum die Römer keine kalten Füße hatten

Fußbodenheizungen sind erst seit wenigen Jahrzehnten in Mode. Möchte man meinen. Denn nicht nur heutzutage empfinden es die Menschen als äußerst angenehm, wenn die wohlige Wärme von unten hochsteigt. Schon die Römer hatten eine Art Fußbodenheizung, die nach einem ähnlichen Prinzip wie heute funktionierte. Genannt wurde diese Art des Heizens Hypocaustum.

 

Diese Konstruktion bestand aus einem Ofen, einem unter dem Fußboden liegenden Heizraum und natürlich aus Abzügen, durch die heiße Luft und Abgase wieder nach draußen geleitet wurden. Unter dem Fußboden waren kleine Ziegeltürmchen, die eine größere Deckplatte trugen. Darauf lagerte der eigentliche Estrich. Damals dauerte es meistens mehrere Tage bis der dicke Fußboden auf Temperatur gebracht worden ist. Die heiße Luft strömte unter dem Fußboden durch, der so erwärmt wurde. Vor allem in den römischen Badehäusern kam diese Technik zum Einsatz. Einen Nachteil hatte diese Art der Heizung: den enormen Energieverbrauch.

 

Die Römer hatten eben noch keinen modernen Pelletkessel. Die Römer hatten also in der Antike schon das gleiche Problem wie die Menschen heute. Aber in der Moderne bemüht man sich zusehends, den Energieverbrauch zu senken und immer effizientere Methoden zu entwickeln. In neu gebauten Häusern kommt heute auch fast nur mehr die Fußbodenheizung zum Einsatz. Meistens wird durch unter dem Fußboden verlegte Leitungen warmes Wasser gepumpt, um den Boden und die darüber befindliche Raumluft zu erwärmen.

 

Entscheidend ist auch die Art, wie das Wasser erwärmt wird. In neu gebauten Häusern kommen oft Luft- oder Erdwärmepumpen zum Einsatz. Aber auch die Pelletheizung ist nach wie vor sehr beliebt. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Erdwärme muss man entweder eine Tiefenbohrung oder eine Flächenverlegung machen. Die Tiefenbohrung ist teuer, die Flächenverlegung benötigt viel Platz. Die Luftwärmepumpe funktioniert prinzipiell sehr gut, allerdings begleitet einen ein ständiges Surren. Auch in eher kalten Gebieten sollte man sich die Anschaffung einer Luftwärmepumpe überlegen, denn je kälter es ist, desto schlechter ist ihr Wirkungsgrad.

Holzpellets

Ein Pelletkessel wird oft in Häusern installiert, in denen zuvor eine Ölheizung für Wärme gesorgt hat. Der Platzbedarf für die Pellets ist nämlich in etwa so groß wie der Lagerraum für die Öltanks. Mit einer Pelletheizung kann man auch die Vorlauftemperatur etwas höher hinauftreiben als mit einer Wärmepumpe. Das sollte man vor allem bei Sanierungen beachten.

 

Bei einer Fußbodenheizung braucht man keine so hohe Vorlauftemperatur wie bei Heizkörpern. Wer neu baut, sollte es wie die alten Römer in ihren Thermen machen und sich eine Fußbodenheizung anschaffen – der Komfort ist unschlagbar. Ob mit einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe geheizt werden soll, ist im Endeffekt Geschmacksache.

 

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