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Ratgeber für ein sparsames Lichtkonzept

Wer ein innovatives Energiesparhaus baut, investiert ohne Zweifel in die Zukunft. Denn durch eine besondere Bauweise und ein zukunftsweisendes Energiekonzept liegt nicht nur der Energiebedarf auf einem Minimum. Hausbesitzer profitieren zudem von niedrigen Betriebskosten. Doch mit dem Bau eines Energiesparhauses hört eine ressourcenschonende Lebensweise längst nicht auf. Um die Umwelt und gleichzeitig Ressourcen weitreichend zu schonen, ist dem Lichtkonzept die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Denn beim Stromverbrauch stellt das Beleuchtungssystem eines Gebäudes einen erheblichen Posten dar. Von der Verwendung sparsamer Leuchtmittel über die Lichttechnik bis hin zur bewussten Lichtnutzung müssen alle Aspekte überdacht werden, um ein Energiesparkonzept konsequent durchzusetzen.


Glühlampen, Energiesparlampen und Co.


Dank einer EU-Verordnung, die am 1.September 2009 in Kraft getreten ist, soll der Energieverbrauch von Haushaltslampen reduziert werden. Schrittweise sollen Stromfresser vom Markt verbannt und im Gegenzug der Verkauf von energieeffizienten Alternativen gefördert werden. Die klassische Glühlampe spielt dabei eine markante Rolle. Denn ihre Lichttechnik schluckt jede Menge Energie. 90 Prozent der verbrauchten Energie wird dabei nicht in Licht, sondern Wärme umgewandelt. Dies ist selbstverständlich eine Energieverschwendung sondergleichen. Aus diesem Grund ist die EU-Initiative zur Energieverbrauchssenkung notwendig, um das Bewusstsein für sparsame Leuchtmittel zu sensibilisieren. Mehr zum so genannten Glühlampenverbot und den damit einhergehenden Anforderungen an Leuchtmittel kann man bei Onlineportalen wie beispielsweise lightMAG. nachlesen.


Eine gute Alternative zu Glühlampen mit wesentlich geringerem Verbrauch sind Energiesparlampen. Diese Leuchtmittel sparen viel Strom und überzeugen darüberhinaus mit einer längeren Lebensdauer. Ein Energiesparhaus sollte deshalb mit möglichst vielen Energiesparlampen ausgestattet sein. Allerdings sind diese Leuchtmittel nicht überall sinnvoll. Energiesparlampen lohnen sich in der Regel nur dann, wenn sie in Lampen zum Einsatz kommen, die häufig und lange genutzt werden. Dies könnten beispielsweise Lampen über dem Esstisch, in der Küche oder am Arbeitsplatz sein.

 

Erst wenn Energiesparlampen dauerhaft „brennen“ kann das Sparpotenzial voll ausgeschöpft werden. Durch ständiges aus- und einschalten dagegen verringert sich häufig die Lebensdauer. Stellen, die nur selten ausgeleuchtet werden müssen oder nur kurzzeitig an sind, sollten stattdessen mit Halogenlampen beleuchtet werden. Halogenlampen benötigen rund 15 Prozent weniger Strom als klassische Glühlampen. Beim Kauf ist auf Niedervolthalogenlampen mit Infrarotbeschichtung zu achten. Sie sind besonders effizient und verfügen über eine längere Lebensdauer als andere Halogen-Varianten. 


Insbesondere wird die Zukunft aber von LED-Lampen geprägt sein. Denn sie machen aus wenig Strom ein Maximum an Licht. Zwar sind diese Leuchtmittel in der Anschaffung noch teurer als alternative Leuchtmittel, aber auf Dauer ist das Sparpotenzial der Leuchtdioden nicht zu übertreffen. 


Unnötigen Stromverbrauch vermeiden

Trotz wachsendem Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Strom, werden in Sachen Beleuchtung bis heute zahlreiche Fehler gemacht. Ein großes Sparpotenzial steckt bereits in unnötig beleuchteten Räumen. Hier werden pro Jahr um die 40 Euro für Strom vergeudet. Auch die falsche Ausrichtung von Beleuchtungssystemen belastet den Geldbeutel. Große Räume beispielsweise sollten so mit Lampen ausgerüstet sein, dass eine punktuelle Beleuchtung einzelner Bereiche möglich ist. So wird nur der Raumteil erhellt, der momentan tatsächlich benötigt wird. Das spart Energie und dauerhaft jede Menge Geld.

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