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Solarkredit – darauf müssen Häuslebauer achten

Wer sich heutzutage dafür entscheidet, den Strombedarf seines Einfamilienhauses ganz oder teilweise mithilfe der Sonne zu produzieren, der kann die notwendigen Installations- und Anschaffungskosten mit einem Fotovoltaikkredit finanzieren. Doch worauf ist zu achten?

 

Solarförderung durch KfW-Bank

Die KfW-Bank hat mit dem KfW-Programm 272 Erneuerbare Energien-Standard ein Förderprogramm speziell für Solaranlagen entworfen. In der Regel ist der Zinssatz eines Fotovoltaikkredits besonders niedrig. Solch ein Kredit hat aber noch weitere Vorteile:

  • - Tilgung erst nach bis zu drei Jahren
  • - Kreditbeantragung zumeist online möglich
  • - Kreditentscheidung innerhalb nur weniger Sekunden
  • - niedrige Zinsen

 

Der Solarkredit wird in zwei verschiedenen Formen angeboten. Einerseits in Form eines klassischen Darlehens, andererseits über eine Bausparkasse, die für Fotovoltaikanlagen spezielle Kombinationen aus Bausparvertrag und Solarkredit anbieten.

Erst seit Mitte 2013 kann auch ein Photovoltaik-Speicher finanziert werden. Diese Finanzierung wird ebenfalls von der staatlichen KfW-Bank gefördert, die Beantragung und Auszahlung läuft allerdings über die eigene Hausbank.

 

Um einen Solarkredit vergleichen zu können, müssen verschiedene Kriterien beachtet werden. Dies sind zum einen der effektive Jahreszins, aber auch der Kreis der antragsberechtigten Personen, die Regelungen zum vorhandenen Eigenkapital, die Anforderungen an die Solaranlage sowie die notwendigen Sicherheiten für den Fotovoltaik-Kredit. Weitere Kredittipps findet man ebenfalls im Internet oder bei den Kreditanbietern.

 

Welche Anforderungen werden gestellt?

Antragsberechtigt sind verschiedene Zielgruppen, wie Privatpersonen, Selbstständige, Vereine und Organisationen usw. Einige Kredite verlangen den Bau der Fotovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach, andere fördern auch Anlagen auf gepachteten Dächern. Eines jedoch ist bei allen Anbietern gleich: der Standort der Solaranlage muss in der Regel in Deutschland sein. Andere Darlehensgeber unterscheiden nach Bundesländern. So steht der Fotovoltaikkredit der LBS nur in den Bundesländern Thüringen und Hessen zur Verfügung.

 

Die KfW-Bank und Umweltbank stellen besondere Anforderungen an Qualität sowie Entsorgung der Module. Dabei überprüfen die Banken vor Krediterteilung die geforderten Anlagekomponenten, beispielsweise durch Vorlage des Angebots des installierenden Fachbetriebs.

Der Nachweis von Eigenkapital ist bei den meisten Banken für die Beantragung eines Solarkredits nicht notwendig. Als Sicherheit dient stattdessen die Abtretung der Einspeisevergütung, die Anlage selber oder eine Grundschuldbestellung.

 

Die effektiven Jahreszinsen liegen zwischen vier und fünf Prozent und es können Laufzeiten zwischen zehn und zwanzig Jahren gewählt werden. Die KfW-Bank gehört mit bis neun Prozent zu den teuren Anbietern, zudem bietet sie lediglich eine zehnjährige Zinsbindung an, während die anderen Banken diese über die gesamte Laufzeit gewähren.

Die meisten Anbieter machen Unterschiede zwischen gewerblich und privat genutzten Immobilien und auch Faktoren wie Leistung und Fläche der Fotovoltaikanlage sowie der Standort spielen eine Rolle bei der Kreditvergabe.

 

Artikelfoto: © altrendo images/Stockbyte/Thinkstock