Strom sparen oder Strom erzeugen und verkaufen?

Mittlerweile haben sich die meisten Verbraucher schon fast daran gewöhnt, dass sich die Stromkosten ständig erhöhen. Die Wenigsten wissen allerdings, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, um Stromkosten dauerhaft zu sparen. Entweder durch einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter, oder durch eine eigene Anlage in Form von einer Solaranlage bzw. Photovoltaikanlage. Doch welche Methode eignet sich besser? Und mit welcher lässt sich mehr an Geld einsparen?

 

Strom sparen mit Photovoltaik
Wer über eine Photovoltaik-Anlage selber Solarstrom erzeugt, der spart dabei nicht nur Stromkosten. Denn ein Teil des Stroms kann dann sogar an den Netzbetreiber verkauft werden. So spart man noch zusätzlich Steuern und wird gleichzeitig zum Unternehmer.

 

Doch das sind längst nicht alle Vorteile, denn so ist man weniger abhängig von den Energiekonzernen und den ständig ansteigenden Strompreisen. Das klingt zunächst sehr einfach, doch es gilt außerdem zu beachten, dass der Anlagenbetreiber steuerliche Regeln einhalten muss, vorausgesetzt er speist mindestens 10 Prozent des Stroms in das öffentliche Netz. Aus steuerlicher Sicht wird der Anlagenbetreiber zum Unternehmer und so muss der Verkauf von Strom auch dem Finanzamt gemeldet werden.

 

Doch schon bei der Anschaffung der Anlage lassen sich Steuern sparen. Zu beachten gilt dabei allerdings, ob die Anlage auf das Dach, oder in das Dach montiert wird. Wenn es sich dabei um die In-Dach-Photovoltaik Variante handelt dann werden die Kosten im Bereich Herstellungskosten für das Gebäude zugerechnet und müssen so zusammen mit dem Gebäude abgeschrieben werden.

Vorteile einer eigenen Solarstrom-Anlage:
- zahlreiche Fördermöglichkeiten
- Strom kann verkauft werden
- keine Abhängigkeit vom Stromanbieter

Strom sparen mit Stromanbieterwechsel
Wer kein Eigenheim besitzt, der hat als Mieter leider nicht die Möglichkeit in eine eigene Photovoltaik-Anlage zu investieren. Trotzdem hat man noch die Wahl auf anderem Wege Strom zu sparen. Am effektivsten ist hierbei der Wechsel des Stromanbieters. Denn der Grundversorger, der einen von Haus aus mit Strom versorgt ist deutlich teurer als andere Anbieter. Der erste Schritt besteht somit im Vergleich der einzelnen Anbieter über einen Vergleichsrechner. Einfach in die Suchmaschine Stromvergleich eingeben und schon kann man sich einen passenden Rechner heraussuchen.

 

Leider gibt es in diesem Bereich auch viele unseriöse Anbieter, die mit geringen Stromkosten neue Kunden anlocken. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann es daher nützlich sein Erfahrungsberichte von anderen Stromkunden zu Rate zu ziehen, bevor man sich für einen bestimmten Stromanbieter entscheidet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Preisgarantie. Je länger diese vom Anbieter gewährt wird, desto besser. Abstand sollte man zudem von Anbietern nehmen, die Vorkasse verlangen, sprich wo der Kunde die Stromkosten beispielsweise für ein halbes oder ganzes Jahr im Voraus zahlen muss. Denn wenn der Anbieter in dieser Zeit insolvent geht, dann ist das Geld weg.

Vorteile eines Stromanbieterwechsels:
- deutlich günstiger als der Grundversorger
- meist unkomplizierter und schneller Wechsel
- man bleibt, im Falle von geringen Vertragslaufzeiten, flexibel

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