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Wohnungen finden – möglichst ohne Provision

Wer eine Wohnung sucht, hat oft eine lange, mühsame Suche vor sich: In vielen Regionen Deutschlands herrscht ein Mangel an Wohnraum, vor allem im bezahlbaren Preissegment. Und auch das Umzugsbudget hat Grenzen. Auch wenn viele Makler besser sind als ihr Ruf: Die Provisionsgebühr kann in vielen Fällen eingespart werden.

 

Vorabentscheidung für die Suche ohne Makler

Ob beim freistehenden Passivhaus oder in der normalen Wohnung: Wer wenig Zeit und Geduld hat, tendiert oft dazu, einen Makler einzuschalten. Dieser übernimmt die Suche, hat meist eine ganze Reihe von Angeboten an der Hand und kennt die regionalen Gegebenheiten. Während bei einem berufsbedingten Umzug häufig der Arbeitgeber die Provision übernimmt, müssen private Umzüge komplett selbst finanziert werden. Allein die Maklerprovision kann zwei bis drei Monatsmieten betragen. Wenn das Budget zu knapp ist, ist es von vornherein besser, mehr Zeit für die Wohnungssuche einzukalkulieren. Mit ausreichend Zeit kann man eine Wohnung ohne Maklergebühr finden, vorzugsweise von Privatanbietern.

 

Falsche Makler durchschauen

Doch Vorsicht: Besonders in Ballungsräumen treten häufig sogar Verwandte der Vermieter als „Makler“ auf, nutzen die Wohnungsnot und kassieren Provision. Umgekehrt darf ein seriöser Makler für Wohnraum aus seinem eigenen Bestand keine Provision erheben. Für diesen Fall gilt: Fragen kostet nichts. Im Übrigen sind in den Anzeigenteilen der lokalen Presse provisionsfreie Privatvermietungen oder auch Objekte, die über Banken angeboten werden, klar gekennzeichnet. Hier hilft nur gründliches Studieren der Anzeigen. Immerhin plant die Regierung nun, Mieter zu entlasten, in dem der Vermieter die Provision zahlen muss, sofern er den Makler beauftragt hat.

 

Keine Bange vor Privatvermietern

Nicht jeder Privatvermieter wohnt auch mit in seinem Objekt – tut er es doch, muss das noch lange nicht bedeuten, dass er sich ständig in die Angelegenheiten seiner Mieter „einmischt“. Das persönliche Kennenlernen ohne einen Vermittler hat einen entscheidenden Vorteil: Sind sich Vermieter und Mieter unsympathisch, ist ein Vertrag gleich hinfällig. Nicht alle privaten Vermieter kennen sich im Mietrecht auch wirklich aus. Das kann zu Missverständnissen oder auch Konflikten führen. Wer sich unsicher fühlt, investiert in den Beitritt zu einem Mietrechtsschutzverein, der fair und rechtssicher berät. Eine ganze Reihe privater Vermieter ist übrigens wesentlich besser als ihr Ruf: Fällt beispielsweise die Heizung im Winter aus, brennt eine Sicherung durch, ist der Vermieter sofort zur Stelle und behebt das Problem.

 

Zeit für die Suche einplanen

Von heute auf morgen erfolgreich? Das ist bei der Wohnungssuche fast nicht möglich. Wer sich dagegen Zeit nimmt, Annoncen studiert, selbst schaltet, Aushänge macht, Bekannte und Freunde informiert, der erhält bald Tipps und Anhaltspunkte. Auch den Umzug sollte man nicht zu knapp terminieren: Eine Kündigung vor Abschluss eines neuen Mietvertrages erzeugt nur unnötigen Erfolgsdruck. Die eingesparte Provision fließt womöglich zum Teil in eine weitere Mietzahlung in die alte Wohnung. Trotzdem bleiben die Unkosten immer noch im Rahmen.

Bild: © Jupiterimages/Creatas/Thinkstock